Displaydruck: Technik, Druckdaten und Zuschnitt

Die Grafik ist das Erste, was Kunden an einem Display bemerken. Beim Displaydruck geht es aber nicht nur um ein schönes Bild auf Karton: Das Motiv muss das Falten, den Aufbau und mehrere Wochen im Handel überstehen, und der Zuschnitt muss exakt zur Konstruktion passen. Erst dann sieht das Display im Geschäft so aus, wie es am Bildschirm geplant war.

In diesem Artikel erklären wir, wie der Druck von Displays abläuft, auf welche Materialien wir drucken, wie Sie Druckdaten richtig vorbereiten und worauf es beim Zuschnitt ankommt. Bei Modiz drucken und schneiden wir unsere Displays selbst. Konstruktion, Grafik, Druck und Zuschnitt kommen so aus einer Hand.

Warum ist der Druck so wichtig?

Displays im naturbraunen Karton können für Bio-Produkte attraktiv sein, bedruckte Displays sind in den meisten Fällen jedoch deutlich auffälliger. Der Druck macht aus einem Warenträger eine Werbefläche am Point of Sale: Er zeigt, von welcher Marke das Produkt ist, was neu ist und warum der Kunde zugreifen sollte.

Die Druckqualität nehmen Kunden wahr, auch wenn sie nicht bewusst darauf achten. Scharfe Bilder, gleichmäßige Farben und exakt ausgerichtete Kanten wirken wie ein Teil der Marke, ein verrutschtes Motiv oder ein farblich abweichendes Logo dagegen wie eine Notlösung.

Welche Flächen eines Displays werden bedruckt?

Ein Display lässt sich auf der gesamten Fläche bedrucken, nicht nur auf der Vorderseite. Diese Flächen sollten Sie von Anfang an einplanen:

  • Topschild (Displaykopf). Der obere Teil ist von Weitem und über die Fachböden hinweg sichtbar. Dorthin gehören Logo und Hauptbotschaft.
  • Seitenwände. Wer durch den Gang geht, sieht das Display zuerst von der Seite.
  • Fachbodenkanten. Geeignet für Sorten, Varianten, den Aktionspreis oder einen kurzen Slogan.
  • Rückwand und Innenseiten. Die Innenseite der Rückwand wird zwischen den Fachböden sichtbar, sobald die Ware abverkauft wird, die Außenseite bei frei im Raum stehenden Displays.
  • Sockel. Der untere Teil ist oft nur teilweise verdeckt und bietet Platz für die Markenfarbe.

Digitaler UV-Druck

Bei Modiz bedrucken wir Displays im digitalen UV-Druck mit hoher Auflösung. Das Motiv wird direkt aus der Datei auf das Material gedruckt, ohne Druckplatten, und die Farben härten unter UV-Licht unmittelbar nach dem Auftrag aus. Der Druck ist dadurch sofort trocken und bereit für den Zuschnitt.

Vorteile des digitalen UV-Drucks bei Displays:

  • Ab einem Stück. Da keine Druckplatten nötig sind, drucken wir auch ein einzelnes Display oder einen Prototyp, ebenso kleine und größere Serien.
  • Motivvarianten. Dasselbe Display lässt sich mit unterschiedlichen Motiven drucken, zum Beispiel für verschiedene Sprachen, Märkte oder Handelsketten.
  • Hohe Auflösung für Produktfotos und kleine Schriften.
  • Umweltfreundliche Farben, die weder für Menschen noch für die Umwelt schädliche Stoffe abgeben.
  • Direktdruck auf feste Materialien, neben Karton auch auf Kunststoffplatten.

Anders als der Offsetdruck braucht der digitale UV-Druck weder Druckplatten noch eine eigene Vorbereitung für jedes Motiv. Er eignet sich deshalb für ein einzelnes Stück ebenso wie für Serien in mehreren Varianten.

Worauf drucken wir?

Wir drucken auf eine breite Palette von Materialien. Bei Displays ist Wellpappe am häufigsten, die wir nach Größe des Displays und Gewicht der Produkte auswählen. Für langlebigere Ausführungen drucken wir auch auf Kunststoff:

  • E-Welle (Mikrowelle), ca. 1,8 mm – dünne, glatte Wellpappe für Thekendisplays, Schütten und kleinere Elemente.
  • EB-Welle (Doppelwelle) – stabilere Wellpappe für Bodendisplays mit Fachböden und größere Konstruktionen.
  • Forex (PVC-Hartschaumplatte) – feste Kunststoffplatte für langlebigere Elemente, Displayköpfe und Tafeln.
  • Hohlkammerplatten aus Kunststoff – leichte Platten, die robuster als Karton sind und sich für Displays eignen, die länger halten müssen.

Farbe und Oberfläche des Materials beeinflussen das Ergebnis: Auf weißem Untergrund wirken Farben heller und satter, auf braunem gedeckter.

Zuschnitt und Falten

Nach dem Druck schneiden wir das Display auf einem großen digitalen Flachbettschneider zu, nach der Stanzkontur, auf der Schnitte, Rilllinien und Perforationen markiert sind. Beim Display ist die Genauigkeit des Zuschnitts genauso wichtig wie die Druckqualität: Sitzt das Motiv nicht passgenau zur Rilllinie, knickt das Logo über die Kante oder ein Fachboden verdeckt einen wichtigen Teil der Grafik.

Da wir keine Stanzformen verwenden (Schneidwerkzeuge, die für jede Form eigens angefertigt werden müssen), können wir schon ein einzelnes Display oder einen Prototyp zuschneiden und die Form ändern, ohne ein neues Werkzeug herzustellen. Wir schneiden auch ungewöhnliche Formen und Abmessungen zu, zum Beispiel Displayköpfe in Form eines Produkts oder einer Figur. Beispiele finden Sie bei unseren Displays für Warendeko und Spezialeffekte.

Die Displays werden an vorab festgelegten Rilllinien gefaltet, ohne dass der Druck beschädigt wird. So lassen sie sich fast flach verpacken, und auch große Displays brauchen beim Transport und bei der Lagerung wenig Platz.

So bereiten Sie Druckdaten für ein Display vor

Wenn Sie die Grafik selbst erstellen, beachten Sie einige Regeln. So vermeiden Sie Korrekturen und Verzögerungen.

  • Arbeiten Sie auf der Stanzkontur. Die Vorlage erstellen wir passend zur Konstruktion des Displays und senden sie Ihnen zu. Darauf sehen Sie Kanten, Rilllinien und die Bereiche, die von Produkten oder Fachböden verdeckt werden.
  • Planen Sie 6 mm Beschnitt ein. Der Hintergrund sollte 6 mm über die Schnittkante hinausgehen, damit nach dem Schnitt kein weißer Rand bleibt.
  • Wichtige Elemente weg von Kanten und Rilllinien. Platzieren Sie Logo, Texte und Gesichter auf ebenen Flächen, nicht über einer Falz.
  • Farbraum CMYK. Wandeln Sie RGB-Dateien in CMYK um und nennen Sie uns Ihre Markenfarben (z. B. Pantone), damit wir sie möglichst genau treffen.
  • Bildauflösung. Ideal sind 300 dpi in Endgröße. Eine geringere Auflösung ist ebenfalls akzeptabel, eine höhere bringt im Druck kaum sichtbare Qualitätsunterschiede.
  • Schriften in Pfade, Logos als Vektoren. So werden Text und Logo scharf und ohne Schriftersetzung gedruckt.
  • Liefern Sie eine PDF- oder AI-Datei.

Wenn Sie keine Grafik haben, gestalten wir sie gerne für Sie, passend zu Ihrem Corporate Design.

So läuft der Displaydruck bei Modiz ab

  1. Anfrage. Sie beschreiben Produkt, Menge, Verkaufsstellen und Ihre Idee, falls Sie schon eine haben.
  2. Konstruktion und Stanzkontur. Wir entwickeln das Display und erstellen die Vorlage für die Grafik.
  3. Grafikdesign. Wir gestalten die Grafik, oder Sie setzen sie selbst in die Vorlage ein.
  4. Druckvorstufe und Freigabe. Wir prüfen die Dateien. Auf Wunsch senden wir Ihnen eine 3D-Vorschau des Displays oder fertigen ein gedrucktes Musterdisplay (Prototyp).
  5. Druck. Wir bedrucken das Display im digitalen UV-Druck.
  6. Zuschnitt und Falten. Wir schneiden das Display zu, rillen es und verkleben es bei Bedarf.
  7. Verpackung und Lieferung. Wir liefern das Display flach oder vormontiert, auf Wunsch übernehmen wir auch Aufbau und Befüllung.

Wovon hängt der Preis für den Displaydruck ab?

Einen Einheitspreis gibt es nicht, denn jedes Display ist anders. Den Preis beeinflussen vor allem:

  • die Menge, da sich die Vorbereitungskosten auf mehr Stück verteilen,
  • die bedruckte Fläche und die Anzahl der bedruckten Seiten,
  • das Material und seine Stärke,
  • der Aufwand beim Zuschnitt, zum Beispiel Sonderformen und Perforationen,
  • die Anzahl der Motivvarianten,
  • das Grafikdesign, wenn wir es übernehmen.

Häufige Fragen zum Displaydruck

Drucken Sie auch Grafiken, die wir selbst erstellen?

Ja. Wir senden Ihnen die Stanzkontur, und Sie setzen Ihre Grafik ein. Vor dem Druck prüfen wir die Dateien und weisen Sie darauf hin, falls etwas korrigiert werden sollte.

In welchem Format liefern wir die Druckdaten?

Als PDF- oder AI-Datei im Farbraum CMYK, mit Schriften in Pfaden und 6 mm Beschnitt. Bilder sollten idealerweise 300 dpi in Endgröße haben, eine geringere Auflösung ist ebenfalls akzeptabel.

Weichen die Farben auf dem Display von den Farben am Bildschirm ab?

Das kann sein. Der Bildschirm zeigt Farben in RGB, der Druck erzeugt sie aus CMYK, und auch das Material beeinflusst das Ergebnis. Nennen Sie uns deshalb Ihre Markenfarben. Bei farblich anspruchsvollen Motiven lohnt sich ein gedrucktes Musterdisplay.

Wird der Druck an den Falzen beschädigt?

Nein. Das Display wird an vorab festgelegten Rilllinien gefaltet, daher bleibt der Druck auch im zusammengelegten Zustand für den Transport unbeschädigt.

Können Sie ein einzelnes Display oder einen Prototyp drucken?

Ja. Der digitale UV-Druck braucht keine Druckplatten und für den Zuschnitt verwenden wir keine Stanzformen. Deshalb drucken und schneiden wir schon ab einem Stück. Auf Wunsch fertigen wir vor der Serie ein Musterdisplay.

Können Sie dasselbe Display in mehreren Varianten drucken?

Ja. Dieselbe Konstruktion lässt sich mit unterschiedlichen Motiven drucken, zum Beispiel für verschiedene Sprachen, Märkte oder Handelsketten.

Drucken Sie auch auf Kunststoff?

Ja. Neben Karton drucken wir auch auf feste Kunststoffmaterialien wie Forex und Hohlkammerplatten, die sich für langlebigere Displays und Elemente eignen.

Fazit

Guter Displaydruck beginnt schon vor dem Drucker: mit einer Konstruktion, die festlegt, was sichtbar sein wird, einer Stanzkontur, die die Grafik führt, und einem präzisen Zuschnitt, der alles zusammenbringt. Da wir bei Modiz all das unter einem Dach erledigen, passen Grafik und Konstruktion von Anfang an zusammen.

Mehr über Arten und Materialien von Displays lesen Sie in unserem Leitfaden für Werbedisplays, über einzelne Displayarten in den Artikeln zu Bodendisplays, Displays mit Fachböden, Thekendisplays und Palettendisplays. Für den Druck Ihres Displays senden Sie uns eine Anfrage.

Modiz
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